MAURETTA  HEINZELMANN

geb. 1965 in München, lebt als freischaffende Musikerin (Violine, Posaune, Stimme, Komposition, Improvisation und Unterricht) und Musikautorin (Radiosendungen für den NDR) in Bargteheide bei Hamburg.
Sie unterrichtet Geige und Komposition beim Musischen Forum Bargteheide, 2004 unterrichtet sie Musik und Musikgeschichte in der Biodanza-Ausbildung bei Gabriele Mader in Köln.
Sie spielt Geige seit 1973, Posaune seit 1986, bildete sich in Tanz und Shiatsumassage weiter und ist Reikimeisterin.

Mauretta stammt aus einer Künstlerfamilie: als Kind und bis heute ist ein inspirierendes sinnliches Klima der Kreativität natürlich für sie, in dem Tanz und Musik, Visionen und Darstellung, Ausdruck und Lust an der Sprache in der Luft liegen. Eine starke Liebe zur Natur hat Mauretta stets geprägt, sowie ihre Menschenliebe, die sie in zahlreichen Begegnungen mit fantastischen JazzmusikerInnen für ihre Radioporträts gepflegt hat.
Sie studierte Musikwissenschaft und Russische Literaturwissenschaft in Wien und Hamburg (Magister Artium 1993).




1986 besuchte sie einen Jazzworkshop bei John Tchicai, der ihre Musik als Schlüsselerlebnis immer noch prägt. Tchicais musikalischer Witz, emotionale Ehrlichkeit, spirituelle Offenheit, kreative Freiheit und Menschenliebe sind immer noch Wegweiser auf Maurettas musikalischem Weg. Es folgten weitere Kurse und Projekte mit John Tchicai, Howard Johnson, Fred Frith, Jeff Kowalkowski, Malcolm Goldstein, Gert Anklam, Beate Gatscha, Ulrich Moritz, Anthony Braxton, Vinko Globokar, Patricia Bardi und Ida Kelarova.
Bei Dieter Glawischnig (Musikhochschule Hamburg) studierte sie Mitte der Neunziger Jahre als Gaststudentin Jazzkomposition. Mauretta spielte bei Tuten & Blasen, bei TäTäRä, im United Women's Orchestra sowie beim Tonart-Ensemble. Auftritte im In- und Ausland. Sie komponierte und spielte Musik für Kinder- und Tanztheater.



Foto: Thomas Schmitz


Mauretta Heinzelmanns Musik ist beeinflusst von Jazz, Pop, Folklore, zeitgenössischer Kunst und Performance - "schwungvolle, poetische und experimentierfreudige Kammermusik" nannte sie der Winsener Anzeiger.
Im Jahr 2000 erhielt sie gemeinsam mit Krischa Weber, Cello, ein Stipendium der Hamburger Kulturbehörde für ihr Duo Marie Claire, mit dem sie regelmäßig erfolgreich auftritt. Sie spielt solo, mit ihrem Quintett Pelikan, mit dem Livezeichner Tom Stellmacher (Augenlieder) und mit der Sängerin und Komponistin Gabriele Hasler ("Once Upon a Time" - Duoprogramm mit Texten von Gertrude Stein).


CDs:
Anthony Braxton, "Comp. Nr. 151", Hat Hut 6086, ersch. 1990

"United Women's Orchestra", Klangräume CD 30270, ersch. 1996

"Marie-Claire", Musikperformance, Eigenprod. 12 / 2001

"Pelikan", Quintett, Eigenprod. 2002

Bücher:
"Getanzte Freiheit", Swingkultur in Hamburg, Landesmusikrat Hamburg, Verlag Dölling und Galitz (Kapitel über Wolfgang Schlüter), 2002